Für einen ruhigeren Nationalfeiertag
Lautes Feuerwerk versetzt viele Tiere in Angst und Stress, von Hunden und Katzen bis zu Nutz- und Wildtieren. Feiern Sie dieses Jahr mit Rücksicht und entdecken Sie die schönen, alten Traditionen.
Setzen Sie ein Zeichen
Verzichten Sie am 1. August auf lautes Feuerwerk – für ruhige Nächte statt Angst und Stress.
Worum es geht
Am 29. November stimmt die Schweiz über die Initiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» ab. Der Schweizer Tierschutz STS engagiert sich für die Vorlage, weil lautes Feuerwerk Heim-, Nutz- und Wildtiere stark belastet. Bis dahin möchten wir zeigen, wie ein festlicher 1. August mit Rücksicht auf Tiere aussehen kann.
Viele Feuerwerke fallen dieses Jahr wegen der Trockenheit ohnehin weg. Umso wichtiger ist das persönliche Zeichen: Wer bewusst auf lautes Feuerwerk verzichtet, zeigt Rücksicht auf Heim-, Nutz- und Wildtiere. Jeder ruhige 1. August hilft. Aktuelle Infos zur Waldbrandgefahr
Ratgeber
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Rückzugsort schaffen, Lärm abschirmen, als Bezugsperson beim Tier bleiben. Hunde nur an der Leine ausführen, Freigängerkatzen im Haus behalten.
Pferde und Rinder können in Panik geraten und sich bei der Flucht verletzen. Routine halten, Stall und Zaun sichern, Weiden auf Feuerwerk-Abfälle und Beschädigungen absuchen.
Holzhaufen erst am Tag des Abbrennens aufschichten oder einzäunen – sonst werden sie zur Falle für Igel und andere Kleintiere.
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Zurück zur Tradition
Höhenfeuer* auf den Hügeln, Lampionumzüge durchs Dorf, Kerzen in den Fenstern: Diese Bräuche sind älter als das laute Feuerwerk und für Tiere weniger belastend.
Das Feuer auf dem Hügel ist der ältere Brauch zum Nationalfeiertag. Damit keine Tiere in Gefahr geraten: Holzhaufen erst am Tag des Abbrennens aufschichten oder mit einem Schutzzaun sichern.
Mit Kindern durchs Quartier – leise und stimmungsvoll statt laut.
Ganze Strassenzüge im Kerzenlicht statt im Feuerwerksrauch.
* Auch Höhenfeuer brauchen Rücksicht. Der Schweizer Tierschutz STS weist darauf hin, dass Igel, Blindschleichen, Kröten und andere Kleintiere aufgeschichtete Holzhaufen oft als Unterschlupf nutzen. Werden diese später angezündet, können die Tiere nicht mehr rechtzeitig fliehen und verbrennen. Mit einfachen Massnahmen lässt sich das verhindern: Holzhaufen erst am Tag des Abbrennens aufschichten oder mit einem Schutzzaun sichern.
Zahlen und Fakten
der Hunde zeigen Angst vor Feuerwerk. Über 15 % brauchen Tage oder länger, um sich zu erholen.
Riemer 2019, Vetsuisse Bernder Wasservögel fliehen schon bei einem 8-minütigen Feuerwerk für mehrere Tage aus dem Schutzgebiet.
Schweizerische Vogelwarte Sempachmehr Hunde und Katzen werden nach dem 1. August als vermisst gemeldet.
Schweizerische Tiermeldezentralegenügen, um bei Nutztieren wie Schweinen Angst und einen erhöhten Puls auszulösen.
Übersichtsstudie «The Role of Sound in Livestock Farming», Animals 2023Abfall entstehen in der Schweiz jährlich durch Feuerwerk und belasten Luft, Böden und Gewässer.
Botschaft des BundesratesFeuerwerksunfälle werden in der Schweiz pro Jahr registriert.
SuvaDie Bewegung
0 Menschen sagen Ja zu ruhigen Nächten am 1. August.